Einmal um die Welt

Donnerstag, Oktober 19, 2006

The Eastcoast - von Cairns nach Airlie Beach

Am 9. Oktober sind wir also in Cairns (im Norden der Ostküste Australiens) angekommen. Die Sonne hat noch gescheint und es war alles tutti paletti. Wir haben eine Nacht in einem Backpacker verbracht und am nächsten Morgen sind wir endlich unseren Camper abholen gegangen. Hurra – alles lief ohne jegliche Schwierigkeiten. Haben dann gleich Vorräte eingekauft und sind auf zum Campingplatz. Hier sitze ich noch frisch und fröhlich vor dem Camper (sein Name ist seit heute Kübel), bei herrlichem Sonnenschein. Endlich konnten wir uns kochen was wir wollen und dann gab es gleich mal Geschnetzeltes mit Reis und Knoblauchbrot. Mhhhhh!

Ja Cairns hätte so schön sein können, wenn dann nicht am Tag darauf der blöde Regen gekommen wäre, der unseren ganzen Plan über den Haufen geworfen hat. Zuerst hat uns das kalt gelassen, wir sind mal so richtig gscheit shoppen gegangen und haben gehofft es hört auf, da wir auf das Great Barrier Reef zum Schnorcheln wollten. Aber manchmal muß man seine Pläne ändern und so sind wir dann nach Mission Beach weitergefahren, in der Hoffnung, dass dort die Sonne scheint – nix gewesen mit den Späßen. Mission Beach wäre sicher wunderschön gewesen, aber bei extremen Regen schaut halt leider nix so super aus.

Sind dann also nach einer kalten Nacht wieder aufgebrochen und nach Townsville gedüst. Endlich HURRA die Sonne scheint. Haben uns das liebe Great Barrier Reef dann einfach im HQ REEF Aquarium angesehen und sind IMAX Kino gegangen. Wau – das war der absolute Wahnsinn. Warum naß werden, wenn man das Riff auch so sehen kann. Hihi :o)

Gleich am Tag darauf gings wieder weiter Richtung Airlie Beach. Die Distanzen in Australien sind enorm und so haben wir noch einen kurzen Stopp in Bowen gemacht und sind am Strand spazieren gegangen. Wunderschöne Landschaft und das Meer sieht einladend aus, allerdings darf man nirgends reinhüpfen wegen den gefährlichen Box Jelly Fish (Quallen). Blöde Viecher.
In Airlie Beach angekommen und nach 5 Minuten waren wir schon in einem Tourist Information Center drin und nach 10 Minuten hatten wir schon eine 3-tägige Segeltour zu den Whitsunday Islands gebucht. Die Wetterfee scheints auch gut mit uns zu meinen und so sind wir guter Hoffnung! Am 15. Oktober gings dann an Bord. So ganz genau wussten wir nicht was wir da gebucht hatten, da alles so extrem schnell ging, aber alle unsere Sorgen wurden beseitigt als wir an Bord der Matador II gingen. Uns wurde erklärt, dass die Matador eine Maxi Segeljacht ist und mit 24,9 mtr. die größte Offshore Racing Maxi ist, die jemals gebaut wurde. Kosten von dem Prachtstück sind US$ 20 Millionen (1991 gebaut). Die Matador hat 52 Rennen, 8 Regatten und 2 Maxi World Championships teilgenommen und blieb ungeschlagen, also eine Rennmaschine und wir drauf. Der Kapitän hat gesagt, dass die Matador wie ein Formel 1 Auto von Ayerton Senna 1991 ist, wenn man heute damit fahren würde, total überholt und veraltet in der Technik, aber immer noch sauschnell. Wir waren insgesamt 26 Leute an Bord und noch 4 Crew Mitglieder (Pete, Craig, Ric und Fiona). Schnell haben wir herausgefunden, dass wir diesmal insg. 6 Österreicher waren – sein eine Hetz! Wir hatten riesig viel Spaß mit Roland und Christina & den 2 Kärntner Mädls Babsi und Silvia. Aber auch die restlichen Leute waren super drauf und es war einfach eine Hetz!
Wir hatten den perfekten Starttag – es war wunderschön und auch etwas windig, so dass die Crew die Segel setzen konnten. Wir segelten zum Whiteheaven Beach, und wurden zum Strand gebracht. Wir können Euch sagen, so einen schneeweißen Sand haben wir unser ganzes Leben noch nie gesehen. Der Sand hat gequietscht, wie Malzena! War übrigens auch so weiß wie Malzena.
Im Sand sind einige Stoffe enthalten, dass man sogar seinen Silverschmuck damit reinigen kann. Habe ich natürlich sofort gemacht und mein Ring glänzte wieder wie neu. Danach haben wir ordentlich reingehaut beim Abendessen (lecker) und haben unsere 1. Nacht an Bord verbracht. War schön, die ganze Nacht schaukelte man wie in einem Wiegestuhl… mhhh schlaf Kindlein schlaf.
Am nächsten Tag war es windstill und wunderschönes Wetter. Wir sind zum Lookoutpoint vom Whiteheaven Beach gefahren und es erwartete uns ein kleines Wunder. Ihr könnt Euch selber davon ein Bild machen – uns hat es einfach nur umgehauen. Dieser Anblick nahm uns wirklich den Atem, so etwas schönes haben wir zuvor noch nie gesehen.
Kurz danach gings dann auf zum Tauchen und Schnorcheln. Wir 2 haben einen Tauchkurs gewagt. Es ist zwar nur ein Schnuppertauchkurs (SCUBA DIVE), der uns nicht berechtigt alleine tauchen zu gehen, aber die Erfahrung war einzigartig. Es war ein witziges Gefühl! Wir sind auf ca. 5 Meter runter gegangen, ich war ganz gestimmt 5 mtr. am Meeresgrund, da mich der Bleigürtel immer am Boden gehalten hat – kam mir vor wie ein Käfer, der sich nicht bewegen konnte. Stefan hat das Ganze schneller beherrscht als ich. Naja – ähnlich wie beim Tennis :o)
Danach haben wir noch ein bisserl geschnorchelt und diese Unterwasserwelt war einfach faszinierend. Derart bunte Korallen und Fische haben wir selten gesehen… leider konnten wir keine Fotos machen, da unsere Unterwasserkamera nicht funktioniert hat. Typisch, da braucht man schon mal die Technik. Grrr
Der nächste Tag brachte eine super Überraschung. Es regnete und der Wind wehte ganz ganz fest. Der Kapitän lief den ganzen Morgen mit einem leichten Grinsen am Gesicht herum, der wusste ja schon, was es heißt an solch einem Tag zu segeln. Das Schnorcheln an dem Tag war dann nicht mehr so supi, aber dafür das Segeln am Heimweg. Wir sind 16 Knoten schnell gefahren und haben damit einen kleinen Rekord gebrochen. Ja, die Matador hat uns bewiesen, dass sie ein richtiges Rennboot ist. Normalerweise hätten wir für den Rückweg 4 Stunden gebraucht und wir schafften das ganze in 2 Stunden! Wir hatten derart starke Seitenlage, dass die Reling auf einer Seite unter Wasser war. Das Foto vom Kapitän ist kein Fake – das Boot war wirklich so schief unterwegs. Es war ein riesengroßer Spaß. Am Abend gabs noch eine gscheite Abschiedsfeier in Airlie Beach… war ziemlich flüssig und der Kopf tat anständig weh. Scheiß Kater.

http://www.ozsail.com.au/14501.htm

Wir sind am naechsten Tag trotzdem fast 500 km gefahren und haben dann in Rockhampten unser Nachtquartier aufgeschlagen, wo wir ein Steak essen gegangen sind. In Rockhampten gibts ueber 2 Mill. Rinder, da lag das ganze nahe. Sonst hatte die gute Stadt nix zu bieten und so sind wir am naechsten morgen bzw. heute wieder 500 km gefahren und sind nun seit ca. 1 Stunde in Hervey Bay, wo wir in den naechsten Tagen eine Tour auf Fraser Island starten und wenn wir Glueck haben auch noch WhaleWatching machen... aber keine Ahnung ob die Riesen der Meere noch da sind! Daumen halten. Machts gut bis bald Gitti und Stefan

2 Comments:

  • Hallo Ihr Zwei!
    Schön dass du wieder angerufen hast,es geht euch ja bestimmt bestens. Viel Glück morgen beim Waleschauen! Ihr klingt glücklich und entspannt.Passt gut auf Euch auf.
    Liebe Grüße von
    Mama,Papa+Diego

    By Anonymous Anonym, at 20/10/06 2:38 vorm.  

  • HI IHR 2! Tolle Eintraege die Ihr da immer macht! Vor allem die Fotos sind echt supi!
    In Thailand ist das Wetter zur Zeit eher wechselhaft, puenktlich um 14.00 beginnt der Regen. Heute waren wir in Ao Nang shoppen (na ja, erst mal die Lage peilen und Preise vergleichen - macht ja immerhin einen Unterschied, ob man 1 EUR oder 1,10 EUR zahlt)und auf der Rueckfahrt hat es uns aber schon so was von eingeweicht...! Ich hatte sogar meinen privaten See in meinem Rucksack :-)
    Was ich vermisse sind Sarong Frau und Co, hier ist bisher nur der Panfloeten Mann und der Silberschmuck Mann aufgetaucht, aber dafuer haben wir viele lustige Streifenhoernchen, die man den ganzen Tag beobachten kann.
    Ich wuensche Euch viel Spass mit den Walen und freue mich auf Euren naechsten Bericht!!
    cu mates :-) margit

    By Anonymous Anonym, at 24/10/06 7:00 vorm.  

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